Lars Zech

lars-zech-lzs-6
Lars Zech, „moving portrait“

Lars Zech

lars-zech Kopie

Lars Zech

Der Wortstamm für Dynamik wurzelt wie so oft, in der griechischen Sprache: Dýnamis steht für Bewegtheit, Schwung, Triebkraft und im weiteren Sinne auch für Schaffenskraft. 
Unter Einheit lässt sich ein geschlossenes Ganzes verstehen, das vielschichtige, bisweilen gegensätzliche Elemente umfasst, wobei die einzelnen Komponenten und Polaritäten in ihrer Summe zu etwas Neuem vereinigt werden.   
In einer lebendigen Einheit kann das bewegte Mit- und Gegeneinander fortgesetzt werden und wenn man die hier zu sehenden Skulpturen – analog zur Vorgehensweise eines Bildhauers – inhaltlich und formal betrachtet, wenn man sie sich von außen nach innen erarbeitet und sie so – angefangen bei Material und Oberfläche, weitergehend über Form bis hin zum Wesenskern erfasst, stellt man fest, dass sich der Begriff der dynamischen Einheit durchgängig anwenden lässt. 

Unter dem Blickwinkel, dass Dynamik aktive und passive Veränderungen mit sich bringt, setzt sich der Spannungsbogen darin wie Lars Zech das Holz bearbeitet, fort. Die Kraft des Materials wird durch noch größere Kräfte gebrochen, der Baum wird geschlagen und erst dadurch, dass sein ursprünglicher Zustand aufgehoben wird, besteht die Möglichkeit, zu etwas anderem zu werden. Der schöpferische Prozess birgt es in sich, dass über eine fast gewaltsame Veränderung erst das Neue entstehen kann. Die ureigentliche Form wird zugunsten einer neuen Ästhetik und Lebendigkeit aufgegeben. Im Arbeitsprozess wird das Holz aus der eigenen Ruhe gebracht und durch eine Art Kräfteverschiebung in eine aktiv gestaltete Form gewandelt, an die automatisch auch eine bewusste Aussage gekoppelt ist. Die Idee einer Form wird hier aufs Wesentliche reduziert: Zwar wird einer möglichen Funktion Rechnung getragen, wesentlich wichtiger ist jedoch, dass eine skulpturale Entscheidung getroffen wird, die geprägt ist von den Gegebenheiten des Materials sowie der eigenen ästhetischen Vorstellung – was braucht die Form, was ist gut, was ändere ich, was lasse ich? –  bis hin zu der Gewissheit – so und nicht anders muss der endgültige Zustand sein. Wiederum ist das Ergebnis geprägt vom Einsatz gegensätzlicher Gestaltungselemente: In sich ruhende Volumina werden von filigranen Strukturen unterbrochen und gemeinsam umschreiben sie in bewegten Linien die eigene Form und deren Umraum. 

Durch die geschlossene Grundform, der sich eine fächerartige, sich öffnende Einheit anschließt, werden dynamische Öffnung und statische Geschlossenheit thematisiert. Lars Zech überlässt, nach einem ersten Eingriff, in dem das Holz in dünne Scheiben geschnitten wird, es wieder seinen eigenen Kräften: Auch dies ist ein Wechsel von aktiv und passiv, ein Wechsel von Kontrolle und unkontrollierter Entfaltung, die die Eigendynamik des Holzes unterstreicht und eine reizvolle, spannende Gegenüberstellung unterschiedlicher Tendenzen und Impulse aufbaut. Ob diese Arbeiten eher in einem figurativen oder rein abstrakten Kontext zu sehen sind, bleibt offen und kann individuell entschieden werden. 

Lars Zech ist 1971 in Stuttgart geboren. Er wohnt und arbeitet im Schwarzwald.

AUSSTELLUNGEN

2018POSITIONS Berlin Art Fair, Galerie Commeter

 art Karlsruhe, Persiehl & Heine

2017Cologne Fine Art, Galerie Commeter

 Kate Vass Galerie, Zürich

2016Art Fair Cologne, Galerie Steinberger

2015Art Fair Cologne, Galerie Steinberger

2014„L’univers de LARS ZECH“, Galerie JonasFernandoPires, Paris

2008„Inspirations (Sir Terence Conran)“, London

2006Axis, Tokyo, Japan

zech-lars-moving-portrait-lzs13

„moving portrait“ 2017, Walnuss, h = 130 cm, LZ/S 13

Verkauft

lars-zech-moving-portrait-6

„moving portrait“ 2017, Walnuss schwarz gebeizt, h = 130 cm, LZ/S 6

Verkauft

lars-zech-moving-portrait-7

„moving portrait“ 2017, Walnuss schwarz gebeizt, 95 x 35 x 35 cm, LZ/S 7

Verkauft

lars-zech-moving-portrait-5

„moving portrait“ 2017, Ahorn, 105 x 45 x 50 cm, LZ/S 5

Verkauft

0
1
2
3